Panorama view of exhibition in Jedlitschka Gallery, Zurich.

Panorama view of exhibition in Jedlitschka Gallery, Zurich.

04 January 2008

Fromme Wünsche

Der Bundesrat hat im letzten Jahr einen Vorschlag für das neue Kulturförderungs- und Pro Helvetia Gesetz an das Parlament weitergereicht. In seiner jetzigen Form ist das Gesetz für uns Kunstschaffende absolut indiskutabel. Weihnachtszeit und Jahreswechsel ist Wunschzeit – auch für uns Kunstschaffende – und so schreiben auch wir unseren Wunschzettel für das Christkind, das neue Jahr und das neue Parlament nieder:

  • Wir Künstler wünschen uns, die Verbesserung der sozialen Sicherheit von Kulturschaffenden.

  • Wir wünschen uns, dass wir, mit unseren Organisationen bei der Ausgestaltung der konkreten Kultur- und Förderpolitik miteinbezogen und bei wichtigen Gesetzeserlassen, die auch die Kultur betreffen, angehört werden.

  • Wir wünschen uns die Beibehaltung der Werkförderung auf nationaler Ebene und die Sicherung der grösstmöglichen Autonomie der Pro Helvetiagegenüber dem Bundesamt für Kultur.

  • Wir wünschen uns eine repräsentative Zusammensetzung der Fachgremien und des Stiftungsrates von Pro Helvetia.

  • Wir wünschen uns die aktive Sicherung der Kunstfreiheit in der Schweiz durch eine vorausschauende und zeitgemässe Kulturförderungspolitik.

  • Und wir wünschen uns die Einführung des Folgerechtes und der Bibliothekstantiemen im Rahmen des Kulturförderungsgesetzes.

Schauspieler, Fotografen, Autoren, Tänzer, Sänger und andere mehr, sind genauso betroffen wie wir bildenden Künstler und wünschen sich von der Politik eine aktive Unterstützung ihrer Arbeit. In seiner jetzigen Form degradiert das Gesetz Kulturschaffende zu regionalen Amateuren und schränkt die Möglichkeiten der Berufsausübung ein– wie kann das sein in der Kulturnation Schweiz?

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